Human Design Typen im Beruf: Wenn IT-Consultant und UX-Designerin zusammenwohnen

Dienstagvormittag, 10:15 Uhr in unserer Wohnung in Eimsbüttel. Ich habe bereits drei UI-Komponenten komplett neu gezeichnet, die Monstera im Flur gegossen und nebenbei zwei E-Mails beantwortet, während Tim immer noch regungslos auf eine einzige Zeile Code starrt. Auf meinem Laptop sind aktuell 47 Tabs offen – ein wilder Mix aus Figma, Font-Inspirationen und Eimsbütteler Bäckerei-Bewertungen – während Tim auf seinem Bildschirm exakt vier Tabs pflegt: Jira, Dokumentation und zweimal Stack Overflow.

Bevor wir tiefer in das energetische Wireframing unserer Arbeitswoche einsteigen, ein kurzes Wort zur Transparenz: Wenn ich hier Links zu Human Design Readings setze, dann sind das genau die Analysen, die Tim und ich uns selbst gekauft und gemeinsam am Küchentisch durchgearbeitet haben. Wenn du über einen dieser Links ein Reading kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis natürlich exakt gleich. Wir nutzen diese Tools als Designer, nicht als Esoteriker.

Das Zusammenleben als UX-Designerin und IT-Consultant im Homeoffice ist im Grunde eine permanente Beta-Phase. Ich bin Manifesting Generator (MG). Mein Motor läuft auf Hochtouren, ich springe zwischen Tasks, überspringe manchmal notwendige Prozessschritte und erzeuge dabei eine energetische Unruhe, die unseren Flur flutet. Tim ist Projector. Er hat keinen eigenen sakralen Motor. Sein System funktioniert anders: Er scannt, er beobachtet, er wartet.

Der Tag, an dem ich seinen Workflow 'optimieren' wollte

Es war ein Donnerstagabend Ende März, als ich die glorreiche Idee hatte, Tims Task-Management zu 'verbessern'. Ich sah seine vier Tabs und dachte: 'Das arme Ding, der kommt ja gar nicht voran.' Ich skizzierte ihm eine User-Journey-Map für seine Projekte und schlug ein neues Tool vor. Das Ergebnis? Eine dreitägige Funkstille. Mein MG-Ego wollte sofort alles fixen, aber ich hatte die wichtigste Regel für Projectors missachtet: Er muss eingeladen werden, bevor sein Rat oder sein System gefragt ist. Und ich? Ich hatte ihn einfach ungefragt mit meiner MG-Energie überrollt.

In unserem Partnerschaft Reading (das wir uns nach dem großen Spülmaschinen-Streit gegönnt haben) stand schwarz auf weiß, warum das schiefgehen musste. Tim braucht Anerkennung für seine Sichtweise, nicht für seine Geschwindigkeit. Wenn ich ihn frage: 'Hey, hast du Kapazität, dir mein neues Design-Konzept anzusehen?', blüht er auf. Wenn ich aber ungefragt in sein Arbeitszimmer platze und rufe 'Guck mal kurz!', crasht sein System wie ein schlecht geschriebenes Skript.

Sensory Overload: Klickgeräusche und Solarplexus-Summen

Ich merke den Unterschied unserer Typen am deutlichsten an der Geräuschkulisse. Wenn ich arbeite, klingen meine Mausklicks wie ein hektischer Specht im Eimsbütteler Stadtpark. Das Summen in meinem Solarplexus wird fast physisch spürbar, wenn ich stillsitzen muss, während er mir länger als zehn Minuten eine Datenbank-Architektur erklärt. Mein Körper will sich bewegen, antworten, machen. In diesen Momenten frage ich mich oft: Arbeitet er eigentlich oder atmet er nur? Dann erinnere ich mich an das Reading: Seine Aura ist 'penetrierend'. Er arbeitet nicht weniger, er arbeitet tiefer. Er scannt das System, während ich noch an der Oberfläche die Buttons verschiebe.

Wir verbrauchen zusammen etwa 3,5 Liter Kaffee pro Woche, meistens in der Kaffeeküche zwischen unseren Zimmern. Dort entstehen die gefährlichsten Momente. Ich stelle eine komplexe Frage zu einem Projekt und erwarte eine MG-Reaktion in zwei Sekunden. Tims durchschnittliche Antwortzeit bei komplexen Themen liegt aber eher bei 120 Minuten. Früher dachte ich, er ignoriert mich. Heute weiß ich: Er prozessiert noch.

Station Rules: Die Lösung für das Energie-Gefälle

Um unsere 'User Experience' zu Hause zu retten, haben wir 'Station Rules' eingeführt. Wir haben begriffen, dass meine MG-Energie ihn aussaugen kann, wenn wir keine klaren Grenzen ziehen. Ein Projector hat keine unendliche Energie für 8-Stunden-Grind-Sessions. Wenn seine Batterie bei 10 % ist, muss er sich zurückziehen – und zwar bevor er bitter wird.

Manchmal, wenn wir am Sonntagabend noch kurz die Woche planen (ähnlich wie bei unserem IKEA-Wochenende), merke ich, wie viel entspannter wir geworden sind. Wir wissen jetzt, dass HD kein Ersatz für echte Kommunikation oder gar eine Therapie ist – bei harten Krisen würden wir uns immer professionelle Hilfe suchen. Aber als Analyse-Tool für unseren Alltag? Unschlagbar.

Falls ihr auch im Homeoffice-Clash steckt, kann ich das Partnerschaft Reading wirklich empfehlen. Es hat uns geholfen, den 'Bug' in unserer Kommunikation zu finden, der eigentlich ein Feature unserer Typen ist. Wer schon einen Schritt weiter ist und vielleicht schon an den Ausbau der 'Family-Unit' denkt, für den ist das Familien Reading spannend, oder für die ganz Detailverliebten das Fortgeschritten I Reading, das noch tiefer in die Kanäle geht.

Gestern Abend am Elbphilharmonie-Vorplatz, als der Wind so richtig pfiff, sagte Tim plötzlich: 'Mareike, danke dass du heute nicht gefragt hast, warum ich drei Stunden auf dem Sofa lag. Ich hab einfach nur das System beobachtet.' Ich hab nur gelächelt und an meine 47 Tabs gedacht. Manchmal ist Nichtstun die höchste Form der Effizienz – zumindest wenn man ein Projector ist.

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